Dienstag, 8. August 2006

Benutzt Sonnencreme...

Wenn ich Dir nur einen einzigen Rat für Deine Zukunft geben dürfte, dann wäre es: Sonnencreme. Die Langzeit-Vorteile von Sonnencreme sind wissenschaftlich erwiesen, wohingegen der Rest meiner Ratschläge lediglich auf meiner eigenen, verwickelten Lebenserfahrung beruht. Diese Ratschläge werde ich jetzt geben.

Genieße die Macht und die Schönheit Deiner Jugend - wobei: Du wirst die Macht und die Schönheit Deiner Jugend nicht begreifen, bis sie verschwunden sind. Aber glaube mir: in 20 Jahren wirst Du Fotos von Dir anschauen und dann auf eine Art und Weise, die Du jetzt noch nicht begreifen kannst, realisieren, welche Möglichkeiten Du damals hattest und wie fabelhaft Du wirklich aussahst. Du bist nicht so fett wie Du glaubst.

Macht Dir keine Sorgen über die Zukunft. Oder mach sie Dir, aber wisse: sich Sorgen machen ist genauso effektiv wie der Versuch, eine algebraische Gleichung durch das Kauen von Kaugummi zu lösen. Die echten Probleme in Deinem Leben werden Dinge sein, über die Du Dir mit Deinem sorgenzerfressenen Gehirn niemals Gedanken gemacht hast, Dinge, die Dich unerwartet an einem ruhigen Dienstag um vier Uhr nachmittags treffen.

Mache jeden Tag etwas, wovor Du Angst hast.

Singe.

Gehe niemals fahrlässig mit den Herzen anderer Menschen um. Meide Personen, die fahrlässig mit Deinem Herzen umgehen.

Benutze Zahnseide.

Verschwende keine Zeit mit Eifersucht. Du wirst mal vorne liegen und mal hinten. Das Rennen dauert lange, und im Endspurt bist Du Dein einziger Gegner.

Erinnere Dich an jedes Kompliment. Vergiss die Beleidigungen. Wenn Dir das gelingt, sage mir, wie Du es machst.

Hebe Deine alten Liebesbriefe auf. Wirf Deine alten Kontoauszüge weg.

Mache Dehnübungen.

Fühle Dich nicht schuldig, wenn Du nicht weißt, was Du mit Deinem Leben anfangen sollst. Die interessantesten Menschen, die ich kenne, hatten mit 22 keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollten. Einige der interessantesten 40jährigen, die ich kenne, wissen es immer noch nicht.

Nimm genug Calcium. Achte auf Deine Knie. Sie werden Dir fehlen, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Vielleicht wirst Du heiraten, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Kinder haben, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Dich mit 40 scheiden lassen, vielleicht wirst Du am 75. Hochzeitstag den "Ententanz" tanzen. Was auch immer Du tust, beglückwünsche Dich selbst nicht zu sehr oder beschimpfe Dich. Deine Entscheidungen sind zur Hälfte Zufall, wie bei allen anderen auch.

Erfreue Dich an Deinem Körper. Gebrauche ihn auf jede erdenkliche Weise. Habe keine Angst vor ihm, oder davor, was die Leute darüber denken. Er ist das größte Instrument, das Du jemals besitzen wirst.

Tanze, auch wenn es nur zu Hause in Deinem Wohnzimmer ist.

Lies die Wegweiser - auch wenn Du sie nicht befolgst.

Lies keine Schönheitsmagazine. Sie werden nur bewirken, dass Du Dich hässlich fühlst.

Lerne Deine Eltern kennen. Du weißt nie, wann sie für immer gegangen sein werden. Sei gut zu Deinen Geschwistern. Sie sind die beste Verbindung zu Deiner Vergangenheit und die Menschen, die in der Zukunft am ehesten zu Dir halten werden.

Begreife, dass Freunde kommen und gehen, aber mit ein paar davon solltest Du verbunden bleiben. Arbeite hart daran, Entfernungen geographischer oder sozialer Art zu überbrücken, denn je älter Du wirst, desto mehr brauchst Du die Menschen, die Du gekannt hast, als Du noch jung warst.

Lebe einmal in New York, aber ziehe fort, bevor es Dich hart macht. Lebe einmal in Südkalifornien, aber ziehe fort, bevor es Dich weich macht. Reise.

Akzeptiere einige unveränderliche Wahrheiten: Preise werden steigen. Politiker werden fremdgehen. Auch Du wirst älter werden. Und wenn Du alt geworden bist, wirst Du Dir weismachen, dass früher die Preise vernünftig waren, die Politiker anständig und Kinder Respekt vor ihren Eltern hatten.

Respektiere Deine Eltern.

Erwarte von niemandem Unterstützung. Vielleicht hast Du ein dickes Bankkonto, vielleicht eine reiche Gattin, aber Du weißt nie, wann eines von beiden weg ist.

Mache nicht zuviel mit Deinem Haar herum, sonst wird es, wenn Du 40 bist, aussehen wie 85.

Sei vorsichtig, wessen Rat Du Dir holst, aber sei geduldig mit denen, die Dir Rat geben. Rat ist eine Art Nostalgie. Rat geben ist so etwas wie die Vergangenheit aus dem Mülleimer holen, sie aufpolieren, die hässlichen Teile übermalen und sie dann für mehr verkaufen, als sie wert ist.

Aber vertraue mir, was Sonnencreme angeht.


von Mary Schmich

Montag, 7. August 2006

Dreh den Wasserhahn zu beim Zähneputzen...

... Die meisten Leute lassen das Wasser laufen, während sie ihre Zähne putzen. Dabei gehen bis zu neun Liter Wasser pro Minute den Bach runter. Eine Familie kommt so im Jahr auf mehr als 26000 Liter.

Das bedeutet: Allein die Menschen in deiner Straße würden damit jedes Jahr ein 50-m-Schwimmbecken voll Wasser verschwenden. Gigantisch. Und ein bisschen doof dazu. Ungefähr so, als würde das Klo die ganze Zeit spülen, während man draufsitzt.

(Und wenn du mal richtig effiziente Klos sehen willst, dann guck dir die neuen japanischen Modelle an - die können dich wiegen, dir sagen ob du dich gesund ernährst und dir die Fußballergebnisse von morgen vorhersagen.)

Also: Mund auf. Hahn zu ....

... wieder einer dieser schlauen Sprüche.... da habe ich mir eigentlich irgendetwas wahnsinnig schlaues und motiverendes zum Wochenstart erwartet und dann bekomme ich diesen Spruch zum Montag voeiner "Mit Kleinigkeiten die Welt retten - Seite"... Nun ja immerhin hat er mir ja ein verschmitztes Lächeln auf die Lippen gezaubert und das gute Gefühl schon lange aktiven Umweltschutz zu betreiben, da ich das Wasser beim Zähneputzen nie laufen lasse....

das Leben geht weiter.... mit zugedrehtem Wasserhahn und geputzten Zähnen...

Kleines Stimmungsbarometer....

... aus gegebenem Anlass habe ich mich dafür entschieden, meiner lieben Kollegin schon vor meiner Bürotür mitzuteilen, welcher Art meine Laune ist... Das ist zwar nicht wirklich wahrheitsgetreu, da ich meistens dann doch gute Laune habe, aber bei dieser Frau würden selbst Starkomiker zu depressiven Wesen geraten können... Vielleicht lassen sich so manche von mir ungewollte Auftritte ihrerseits schon im Vorfeld verhindern... Das Schlimmste an der ganzen Sache? Sie merkt nicht, wie sie auf andere wirkt und erst recht nicht, wie andere auf sie reagieren...

Mögliche Reaktionen meinerseits auf folgenden Tafeln:

leicht-entzuendlich aetzend giftig umweltgefaehrlich sehr-giftig explosionsgefaehrlich

... das Leben geht weiter... und ich lebe ruhiger... hoffentlich

Donnerstag, 3. August 2006

Klagemauer...

.... nachdem ich heute mal die letzten Wochen hier so überflogen habe... meine Güte!.... kann ich ja wirklich die Seite gut und gern als persönliche Klagemauer verkaufen... Damit das so bleibt, neues aus meinem kleinen Leben...

image033

Das Wichtigste in Kürze. Dem Arm geht es, sieht man von einigen plötzlichen schmerzhaften Regungen mal ab, ganz gut. Die Reha läuft und eine meiner zwei liebsten Ergotherapeutinnen arbeitet mit ganzem Körpereinsatz an der Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Nachdem mich nun eiskalt eine Sommergrippe erwischt hatte, halte ich mich an einen von mir zeitlich abgesteckten Genesungsprozess. Das bedeutete tatsächlich nur zwei Tage Arbeitsausfal, aber dafür mindestens 6 Tage Pause vom gesellschaftlichen Leben... So ich das durchhalte...

An meinem Arbeitsplatz ist es derzeit nahezu unheimlich ruhig, da ca. zwei Drittel der Belegschaft im Sommerurlaub weilen und der Laden läuft aber auch auf Sparflamme ganz gut... Arbeit gibt es dennoch genug und faulenzen wird immer noch strafrechtlich verfolgt... vom eigenen schlechten Gewissen...

Aber es gibt auch Schönes... Irgendwie habe ich mich gestern mit einem gefühlten Ater nahe der Achtzig zur arbeit geschleppt und muss ziemlich miserabel ausgesehen haben... Kurz nach der Frühstückspause polterte meine Chefin( die ichübrigens im Vergleich zu meiner Kollegin sehr mag!) herein und meinte, ich solle mitkommen... Sie verfrachtete mich dann kurzerhand in ihr Auto und kurze Zeit später in die nächste Apotheke, damit ich mich dort mit allerlei Mittelchen eindecken konnte... Das Elend hätte sie sich nicht länger mit ansehen können, war der einzige Kommentar ihrerseits...

... das Leben geht weiter...

Dienstag, 1. August 2006

Aus Krankeitsgründen ...

geschlossen4.... es hat mich erwischt... nein, keine neue Liebe in Aussicht.... meine derzeitige Bettgenossin nennt sich Sommergrippe.... nicht wirklich empfehlenswert....

das Leben geht weiter.... bald wieder gesund, hoffe ich...

Donnerstag, 27. Juli 2006

Es gibt Tage...

an denen sollte man(n) lieber im Bett bleiben... Heute ist so ein Tag... Ich bin sooo müde und irgendwie habe ich zu überhaupt nichts Lust... Selbst beim Sitzen ist es einfach nur noch warm oder besser gesagt heiß... Das muss doch mal vorbei sein mit den Temperaturen über der 30 Grad Markierung....

das Leben geht weiter... ab morgen

Mittwoch, 26. Juli 2006

Sing along the sound of music II

My Favorite Things

Raindrops on roses and whiskers on kittens
Bright copper kettles and warm woolen mittens
Brown paper packages tied up with strings
These are a few of my favorite things

Cream colored ponies and crisp apple strudels
Doorbells and sleighbells
And schnitzel with noodles
Wild geese that fly with the moon on their wings
These are a few of my favorite things

Girls in white dresses with blue satin sashes
Snowflakes that stay on my nose and eyelashes
Silver white winter that melts into spring
These are a few of my favorite things

When the dog bites
When the bee stings
When I'm feeling sad
I simply remember my favorite things
And then I don't feel...so bad


... und es hilft... smile

Auch wenn "schnitzel with noodles" nicht unbedingt zu meinen Lieblingsdingen gehört, so bereiten mir doch seit mittlerweile fast drei Wochen die Songs aus dem Film einfach nur Spass und gute Laune... Jeden neuen Tag mit genügend Ohrwürmern ausgestattet, lässt sich selbst die größte Hitze und die schlimme Kollegin locker und leicht überstehen...

das Leben geht weiter ... gut gelaunt und fröhlich...

Dienstag, 25. Juli 2006

Die Nacht ist (nicht nur) zum Schlafen da...

... nachdem ich nun auch die Rückfahrt mit der Bahn nach Berlin einigermaßen intakt überstanden hatte, wollte ich nur noch eine Dusche und dann mein Bett... Na gut, dem kleinen Mitbewohner "Calvin" sollte auch noch noch etwas Aufmerksamkeit zuteil werde... soviel zum Plan...

... während ich trällernd unter der Dusche stand, klingelte das Telephon und wie im Film warf ich mir ein Handtuch um die Hüften, um dann während eines mindestens zwanzigminütigen Telefonats luftzutrocknen... Dabei bleibe es nicht, denn ich hatte mich nun für ein "sit-in" an der Spree verabredet...

Mit gutem Wein und sehr netter Gesellschaft wurde es dann recht schnell halb zwei in der Früh, sodass mir tatsächlich ganze drei stunden Schlaf und ein mürrischer Kater zufielen..

Zum Glück ist "Calvin" mit einer Schüssel Futter leicht zu versöhnen und den fehlenden Schlaf konnte ich doch recht erfolgreich in der Deutschen Bahn nachholen... Ich bereue nichts....

... das Leben geht weiter...

Montag, 24. Juli 2006

Monday, monday...

... selbst die Radiomoderatoren stellten heute morgen (so wie jede Woche aufs neue) fest, dass es ziemlich schwer ist, nach dem Wochenende am Montag das Bett zu verlassen...

Und so war es auch bei mir.... Nachdem ich mich mühsam durch das allmorgendliche Programm in Bad, Küche und Kleiderschrank gequält habe, habe ich mich aufs Rad geschwungen und bin zum Gesundbrunnen geradelt, um dort, wie eigentllich fast jeden Morgen festzustellen, dass mein Zug verspätet eintreffen würde... Zeit genug für einen Milchkaffee aus dem DB-Store.... nun war ich endlich wach...

Im Zug dann eine mörderische Hitze und als "bonbon" gab es nicht zu öffnende Fenster... perfekt... Wie jeden Morgen dann schnarrend und furchtbar laut die leicht hysterische Begrüßung der viel zu freundlichen Zugbegleiterin... Da hilft nur in den Sitz zu rutschen und hoffen, dass es scnell vorbei geht... Unterwegs dann halbstündliche ein kurzer Bericht, wieviele Minuten Verspätung der Zug bereits hat und welche Anschlusszüge jeweils noch erreichbar sind und welche nicht... Mit 12 Minuten Verspätung in Schwedt/ Oder Mitte eingetroffen... Ein ganz normaler Morgen....

Am Wochenende feierten zum x-ten Mal wieder die Berliner den Christopher Street Day (CSD)... ein Heidenspaß für Jung und Alt.... Ich liege altersmäßig wohl so mittig, dass es mir eine viel größere Freude war, mit Olli und Peter ( kurz meine Sozialgruppe vom vergangenen Wochenende) Eis zu essen... Der Sonntag begann mit einem Brunch, und erstreckte sich mit kurzen Untebrechungen, nämlich einem Einkauf im neuen Hauptbahnhof und der Arbeit an einigen Fortbildungsscripts, in absoluter Faulheit, die eher an Lethargie grenzte...

... das Leben geht weiter... schon morgen...

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... wie bunt entfaltet sich mein Anderssein...

Emmy Hennings

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