Donnerstag, 4. Mai 2006

Bericht vom Krankenlager

Eigentlich sollte heute der Tag der Entlassung sein. Wir (mein nagelneues Stück Stahl im Arm und ich) sollten nach qualvoller Folter mit nahezu ungenießbarem Essen, viel zu kleinen und unbequemen Betten und schlaflosen Nächten die Charité verlassen dürfen. Doch dann kam alles anders und zwar in Form des charmant grinsenden Oberarztes, der nach einem kurzen Blick auf meine Wunde meinte, dass ich noch einen weiteren Tag bleiben muss. Da half kein Bitten und kein Betteln und auch böse Blicke verfehlten ihre Wirkung... und das passiert nicht wirklich oft....

Das heißt nun, dass ich noch einen weiteren Tag mit meinem Zimmernachbarn, nennen wir ihn Herr E., zurechtkommen muss. Irgendwie habe ich anscheinend den schlimmsten Krankenhauszimmerbettnachbarn bekommen, den man als Patient in der Charité so bekommen kann. Denn Herr E. ist nicht ruhig und leidet wie ich etwa still und leise vor sich hin... nein, weit gefehlt, Herr E. motzt, meckert, und flucht lautstark über sich, seine Situation und alle anderen... Wenn er das mal nicht tut, schmatzt, furzt oder rülpst er, dass einem angst und bange werden kann... nachts kommt noch hinzu, dass er schnarcht... ja, er sägt ganze Wälder nieder...

Zurück zu mir und meinem Krüppelarm. Ich konnte den Arzt nun endlich darauf festnageln ( der neue running gag), dass ich morgen früh bis spätestestens um neun das Haus der Gastlichkeit verlassen darf... denn dann wartet auch schon wieder die Arbeit... anbei noch einige Impressionen von Stahlplatten im Arm, der Charité und dem Bundespressestrand, an den mich gestern abend ein lieber Mensch entführt hat....

... das Leben geht weiter...

Nach-der-OP charit- charit-2 bsp2006_4

Montag, 1. Mai 2006

.. und dann machte es einfach "knacks"...

Ich habe mein Wochenende zu einem großen Teil im Krankenhaus verbracht. Schuld daran war meine temporär immer mal wieder auftretende Ungeschicklichkeit...

Der neue Hund meiner Eltern hat mich während eines "Gassi-Gehens" einfach mal zu Fall gebracht und zwar so gut, dass ich mir das Handgelenk gebrochen habe. Das nächstliegende Krankenhaus, das auf dem Weg lag, war das Klinikum Uckermark in Schwedt. Dort wurde ch dann auch ziemlich schnell geröntgt und vom zuständigen Arzt versorgt, der aber, wie ich anschließend auf dem Stempel erkennen konnte, seine Leidenschaft in der Urologie gefunden hatte. Nun ja, mit einer distalen Radiusfraktur beim Urologen... auch ein Erlebnis

Das bewog mich dann doch dazu, nachdem ich eine Gipsschiene und eine anständige Dosis Schmerzmittel erhalten hatte, nach Berlin zurückzufahren und mich dort in die Rettungsstelle der Charité zu begeben. Dort verbrachte ich dann den Rest der Nacht von Samstag auf Sonntag, um mir mein Handgelenk wieder einrenken zu lassen.Zum Glück merkte ich von der ganzen Aktion nicht sehr viel, da ich richtiggehend zugedröhnt war. Morgens um fünf durfte ich dann erstmal nach Hause. Nach einigen Stunden, dank diverser Medikamente, tiefen Schlafes, war ich wieder zu Gast in der Rettungsstelle, damit ich mehr über die weitere Verfahrensweise erfuhr. Denn das ist noch nicht alles - morgen werde ich operiert und das Handgelenk wird mit einer Stahlplatte fixiert, die mich dann ein ganzes Jahr in allen möglichen und unmöglichen Situationen begleiten wird... soweit, so gut...

... das Leben geht weiter

Freitag, 28. April 2006

Es ist eröffnet ...

... hereinspaziert....



Nun habe auch mich mich dazu entschlossen, einige Ereignisse meines Lebens mit anderen zu teilen... denn so einiges, was mir passiert, ist zu schön, um es für mich zu behalten und nicht auch anderen mitzuteilen....

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... wie bunt entfaltet sich mein Anderssein...

Emmy Hennings

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